ÖDLAND I Locationscouting

Aufmerksame Leser haben es vielleicht vermutet: Vorbild der ÖDLAND-Universität ist natürlich die Ruhr-Universität Bochum, an der ich von 1993 – 1996 studierte: Filmwissenschaften, Philosophie und Germanistik. Ich betrachtete die Zeit an der RUB als Wartesemester, denn eigentlich wollte ich an einer Filmhochschule studieren.

In meinem jugendlichen Wahnsinn ging ich damals felsenfest davon aus, dass ich früher oder später von einer Filmhochschule angenommen werden musste. Das es dann tatsächlich klappte, war jedoch pures Glück und keineswegs selbstverständlich.

Eine meiner ersten Begegnugen an der Ruhr-UNI, war die mit einem abgeklärten Langzeitstudenten, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte Erstis zu „erden“. Er bezeichnete die Universität als „geistige Legebatterie“ und die Studenten als „KZ-Hühner“. Tatsächlich traf seine Beschreibung den Nagel ziemlich gut auf den Kopf. Die Betonwüste zwischen Cafete und Mensa machte den Eindruck eines gestrandeten Raumschiffs, mit beborstenen Außenwänden und orientierungslos umherirrenden Versuchsobjekten.

Die Untergeschosse vor den Hinterausgängen der G-Gebäude (G wie Geisteswissenschaften), weit ab von jeder Zivilisation, besaßen eine besonders „einladende“ Atmosphäre. Hier fanden, soweit ich mich erinnern kann, nur Seminare satt, die man vor der Öffentlichkeit verstecken musste, wie „Kino der Depression“ und „99 Jahre Horrorfilm“. Die Seminarräume und Gänge in den Untergeschossen der RUB waren das Vorbild für den ÖDLAND-Keller.

schmucke Palettenkunst

gemütliche Lichtinstallationen

familiäre Atmosphäre

Kontaktbüro im Raum GBCF 05/613s Süd


 

 


 

 

 

 

 


Noch anheimelnder war die Atmosphäre in der Tiefgarage unter dem Audimax, die mit fünf unterirdischen Stockwerken die Außmaße einer Kleinstadt besaß. Sie war so groß, dass es länger dauerte zum Auto zu laufen, als zu Fuß nach Hause zu gehen. Unter den Studenten machten dann auch Gruselgeschichten von Menschen die Runde, die sich in der lichtlosen Unterwelt häuslich eingerichtet hätten. Die Atmosphäre der Tiefgarage prägt Megas erste Eindrücke von der Oberfläche, wenn sie nach dreizehn Jahren ins ÖDLAND zurückkehrt.

Rohrsystem an Beton

zielführende Fluchtwege

freundliche Marschmusik

Ein Licht am Ende des Tunnels

 

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