ÖDLAND IV: Letzte Korrekturen, erste Skizzen.

Gute Nachrichten: Ich habe die Treffen mit der Testleserin Milka Soliman und der Lektorin Karin Ostertag überlebt. Sie hatten einiges zu beanstanden, aber auch viele gute Ideen und keine grundlegenden Bedenken, was die Struktur der Erzählung betrifft. Ich muss also nicht noch mal ganz von vorn anfangen. Das waren sehr gute Nachrichten. Trotz wachsender Erfahrung bin ich an diesem Punkt der Arbeit nach wie vor sehr nervös. Man rechnet irgendwie doch immer damit, dass einem der Text mit Anlauf um die Ohren gehauen wird. Mit großer Erleichterung kann ich deshalb mitteilen, das ÖDLAND IV die kritischen Prüfungen überstanden hat.

Wie geplant habe ich mit der letzten Überarbeitung begonnen und werde sie voraussichtlich Ende Oktober beenden. (Band IV hat z. Zt. 600 Seiten.) Im Anschluss stehen das große Korrektorat, die Konvertierung ins eBook-Format und die Gestaltung des Taschenbuches an. Zum jetzigen Zeitpunkt gehe ich davon aus, dass das eBook wie geplant Ende 2017 erscheinen kann. Satz und Layout des Taschenbuches dauern erfahrungsgemäß etwas länger.

Colin M. Winkler hat mir außerdem die ersten Skizzen für das Cover von ÖDLAND IV zugeschickt. Er hat Schauplätze ausprobiert an denen die Szene spielen könnte. Von einem abgeschiedenen Keller, über eine dunkle Gasse, bis zur Aussichtsplattform im obersten Stockwerk eines verfallenen Hauses, ist alles dabei.

Entwurf 1a+b) (oben links): Ein abgeschiedener Keller. Vielleicht die klaustrophobischste Umgebung. Man fragt sich, warum Mega (die Betrachterin, bzw. der Betrachter, der Megas Perspektive einnimmt) sich an diesen Ort hat locken lassen. Das Motiv endet in einem dunklen Türsturz, hat damit keinen Durchblick und damit wenig Tiefe, was zur beklemmenden Atmosphäre beiträgt, aber die Ruinen der alten Hauptstadt, einen der Hauptdarsteller des vierten Buches, dem Leser vorenthält. Der zerstörte Funkturm, als eindeutiger Hinweis wo VIKTORIASTADT spielt, fehlt ebenfalls in den Skizzen.

Entwurf 5a+b) (oben rechts): Ein ähnlicher Keller mit Wanddurchbruch oder eine Wohnung mit eingebrochener Wand. Es wird deutlich, warum das Mädchen an dieser Stelle sitzt und warum Mega ihm zu diesem Ort gefolgt ist. Megas Weg ist definiert: Sie bewegt sich grundsätzlich Richtung Sonne. (Wobei die Sonne in diesem Bild zu hoch steht. Im ÖDLAND ist sie immer nur morgens oder abends kurz zu sehen. Es könnte sich um den Vollmond handeln. Tatsächlich gefiel uns die Idee so gut, dass wir sie ausprobieren wollen.) Das Mädchen sitzt „im Weg“ ist aber nicht eindeutig als Falle zu erkennen, weil der Schutthaufen Megas Weg blockiert.

Entwurf 3a+b) (mitte): Ein Hinterhof. Der Weg ist klar definiert und frei. Das Mädchen sitzt im Weg, blockiert ihn aber nicht und ist damit ein Hindernis, das in Kauf genommen werden kann, die perfekte Falle. Die schmale, hohe Gasse bietet Möglichkeiten für interessantes Gegenlicht und Kontraste, außerdem deutet der entstehende Lichtkeil wie ein Pfeil auf die Figur im Zentrum und bildet eine wiedererkennbare Form. Die dunklen Flächen links und rechts bieten Raum, um „unsichtbare“ Unterstützer zu verstecken. Darüber hinaus unterscheiden sich die Vertikalen (der Gassenwände und des Turms) deutlich von den bisherigen Covern auf denen Horizontalen dominieren und deuten neue, „vertikale“ Herausforderungen an.

Entwurf 4a+b) (unten links): Eine Szene auf offener Straße. Im Vergleich zu den Entwürfen 3a+b ist der Weg hier nicht eindeutig zu erkennen. Es ist genug Platz neben dem Kind. Mega könnte es problemlos umgehen. Unterstützer wären weit entfernt und nicht zwingend als Unterstützer zu erkennen. Die Situation ähnelt den Entwürfen 3a+b wäre etwas düsterer, aber nicht zwingend als Falle zu erkennen. Das Licht ist nicht so kontrastreich und damit weniger dramatisch.

Entwurf 2a+b) (unten rechts): Das Mädchen hockt im Ausguck eines zerstörten Hauses. Das Panorama der zerstörten Stadt wäre in diesen Skizzen am besten zu erkennen. Es stellt sich allerdings wieder die Frage, warum das Mädchen an dieser Stelle sitzt und warum Mega ihm zu dieser Stelle gefolgt ist. Für eine Falle ist der Ort zu offen, zu gut einsehbar. Es gibt keinen Durchgang und damit keinen Grund die Stelle zu passieren. Es handelt sich nicht um einen Engpass, sondern um eine Sackgasse. Außerdem haben die Unterstützer des Mädchens kaum Möglichkeiten sich in den Schatten zu verstecken.

Welche Skizze gefällt Dir? Was fehlt? Was würdest Du ändern?

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ÖDLAND IV Testlesung + Lektorat Termine für Nachbesprechungen

Heute treffe ich mich mit der ÖDLAND IV Testleserin Milka Soliman an der FU Berlin. Morgen spreche ich mit der ÖDLAND IV Lektorin Karin Ostertag inkl. Frühstück und Herbstspaziergang.

Ich muss gestehen, ich bin etwas nervös. Ich hatte Milka eine Stunde als Besprechungszeit vorgeschlagen, woraufhin sie per Mail antwortete: „Wir brauchen zwei Stunden.“ Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, ob das ein gutes, oder ein schlechtes Zeichen ist.

Ein ausführlicher Bericht der ersten Bewertungen und ein Überblick der erforderlichen Änderungen folgen zeitnah an dieser Stelle.

Status ÖDLAND IV: Lektorat & Testlesung

Im August 2017 konnte ich die vierte Fassung von ÖDLAND IV beenden und den Stoff in die erste Testlesung geben. Im September stehen Lektorat und Dramaturgie sowie eine zweite Testlesung an.

Folgende Kollaborateurinnen haben ÖDLAND IV Unterstützung zugesichert: Lektorat und Dramaturgie: Karin Ostertag (eine ÖDLAND-Veteranin, ich bin sehr froh sie wieder an Bord zu haben), Korrektorat: Schreib- und Korrekturservice Heinen – Claudia Heinen, Testlesung und kleines Korrektorat: Nicky Fee (Autorin und Lektorin), Testlesung: Milka (FU Berlin). Parallel wird der Coverdesigner Colin M. Winkler im September mit der Arbeit am Cover beginnen.

Wenn nichts dazwischenkommt, werde ich im Oktober die gesammelten Anmerkungen sichten und sie in die fünfte Fassung einarbeiten, die dann Ende Oktober / Anfang November zu Claudia Heinen ins finale Korrektorat gehen wird.

ÖDLAND IV nähert sich der Ziellinie. Ich habe natürlich die Hoffnung, dass weder die Dramaturgin noch die Testleserinnen grobe Fehler finden werden, die zeitintensivere Korrekturen erforderlich machen, eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht. Wenn sie etwas finden, werde ich mich der Probleme annehmen müssen. Doch selbst, wenn es dazu kommen sollte, hat sich ÖDLAND IV wieder ein kleines Stück weiterentwickelt.

Außerdem kann ich berichten, dass ich Kontakt zur Leipziger Buchmesse aufgenommen habe. Ich spiele mit dem Gedanken, einen Stand in der Autorengemeinschaftspräsentation zu buchen. Die kleinste Möglichkeit eines Messestandes ist speziell für Selfpublisher gedacht. Man bekommt 30 min Präsentationszeit auf einer Gemeinschaftsbühne und 2 m² Ausstellungsfläche. Noch habe ich nichts unterschrieben, aber das „im Weg stehen“ vor dem 3Sat-Stand war eigentlich immer nur Notlösung und dauerhaftes Provisorium. Ich bin die Belästigungen des Sicherheitspersonals: „Sie verkaufen hier doch was!“ und der übereifrigen Müllmänner, die gern mal einen kompletten Karton frisch gedruckter Postkarten in den Sack stopfen, wenn man gerade in die andere Richtung schaut, irgendwie leid. Um endlich aus der Illegalität rauszukommen, habe ich mich schon zu 80 % für den Messestand entschieden.

Ich berichte zu gegebener Zeit selbstverständlich wo auf der LBM der eBook und BoD-Verlag LUCID DREAMS zu finden sein wird, falls ich vom Kassenwart grünes Licht bekomme.

Fotoshooting für ÖDLAND IV Cover – Die Bilder

Im Juli konnte ich die dritte Überarbeitung des vierten ÖDLAND Bandes beenden. Die Textlänge liegt jetzt bei 647 Seiten (745 Normseiten). Damit habe ich im Vergleich zur zweiten Fassung „nur“ etwa 50 Seiten gestrichen, was für meine Verhältnisse nicht besonders viel ist. In Wahrheit ist der Schere (bzw. der Backspacetaste) deutlich mehr zum Opfer gefallen, vermutlich weit über 150 Seiten, an anderen Stellen habe ich nämlich kräftig Ergänzungen hinzugefügt. Am Ende hielten sich Textgewinn und -verlust etwa die Waage.

Den August 2017 werde ich – wie geplant – für die 4. Fassung verwenden, danach geht ÖDLAND IV Viktoriastadt in die Testlesungen und ins Lektorat.

Wenn Du Lust hast, kannst Du den Verlag LUCID DREAMS, den Autor Christoph Zachariae und den Coverdesigner Colin M. Winkler aktiv bei der Entwicklung des neuen Covers unterstützen, indem Du das von Dir favorisierte Vorlagefotos auswählst und auf der Facebook-Seite des Verlages einen Kommentar oder ein Like hinterlässt.

Das Cover von ÖDLAND IV wird Nessa zeigen, die Anführerin einer Straßenkinderbande, die sich in den Ruinen der ehemaligen Hauptstadt durchschlägt. Die Kinder setzen sich gegen streunende Hunde und bewaffnete Söldner zur Wehr, indem sie Fallen bauen. Das Cover zeigt Nessa als Köder. Sie tut harmlos und beschäftigt und lockt den Betrachter in eine hinterhältige Falle.

Welches Vorlagefoto gefällt Dir am besten? Welche Körperhaltung soll Nessa auf dem ÖDLAND IV Cover einnehmen? Welche Ausstrahlung soll sie haben? Wir freuen uns über Deine Wahl.

01 1540 Nessa Füße nach rechts misstrauisch

01) Füße nach rechts misstrauisch

02 1541 Nessa Füße nach rechts verträumt

02) Füße nach rechts verträumt

03 1576 Nessa Füße nach rechts traurig

03) Füße nach rechts traurig

04 1578 Nessa Füße nach rechts offener Blick

04) Füße nach rechts offener Blick

06 1551 Nessa Hocke aufmerksam

05) Hocke aufmerksam

08 1569 Nessa Hocke lauernd

06) Hocke lauernd

09 1570 Nessa Hocke Sprinterin

07) Hocke Sprinterin

10 1554 Nessa auf Knien verträumt

08) auf Knien verträumt

11 1556 Nessa auf Kien misstrauisch

09) auf Knien misstrauisch

12 1561 Nessa auf Knien wartend

10) auf Knien abwartend

13 1563 Nessa Schneidersitz aufmerksam

11) Schneidersitz aufmerksam

12) Schneidersitz böse

15 1572 Nessa Rücken Blick links

13) Rücken Blick links

Fotoshooting für ÖDLAND IV Cover

17-06-20 Nessa Bein nach rechts böse 01

Louise Kappius als Nessa

Im Juni habe ich an der 3. Überarbeitung von ÖDLAND IV weitergearbeitet und Kapitel 49 (von 71) erreicht. Wir liegen damit weiter im Zeitplan. Außerdem konnte ich im Juni endlich das lang geplante Fotoshooting für das ÖDLAND IV Cover realisieren.

Nach Sichtung der Vorschläge von Berliner Kindercastingagenturen und einer Reihe von Vorgesprächen mit Kandidatinnen und ihren Müttern habe ich mich schließlich für Louise Kappius von der Agentur KINOKIND (Beate Kurecki) entschieden. Sie gehörte von Beginn an zu meiner engeren Auswahl. Testfotos konnten mich schließlich überzeugen.

17-06-22 Patinierdienst

Patinierdienst

Sie besitzt die Verletzlichkeit und die Wandlungsfähigkeit, die ich mir für die Figur Nessa gewünscht habe.

Nachdem die Rolle besetzt war, konnte ich mich um das Kostüm kümmern. Louise besaß eine Reihe ausrangierter Kleider. Wir entschieden uns für ein weißes Kleid, was im nächsten Schritt auf alt getrimmt werden musste.

17-06-22 Kostümprobe

Kostümprobe

Es sollte nicht zu dreckig und zerschlissen aussehen, denn Nessa achtet in der Geschichte auf ihre Sachen, wäscht das Kleid regelmäßig mit Pfützenwasser und repariert es mit Klebeband. Für schmutzige Kostüme gibt es in Berlin eine Spezialistin: Sabine Kubat vom PATINIERDIENST.

17-06-22 Kostüm mit Patina

Kleid mit Patina

Wer sein Kostüm in einem vorher genau definierten Grad professionell patinieren lassen möchte, der ist bei ihr an der richtigen Adresse. Von ihr stammt die Idee, dass die Kinder ihre Kleidung mit Klebeband reparieren, außerdem hat sie die Knöpfe ausgetauscht und große und kleine hinzugefügt.

Model und Kostüm waren organisiert, fehlte nur noch die Location. Dieser Punkt entpuppte sich als schwieriger, als zunächst gedacht. Ich hatte eine Reihe von Orten im Kopf, an denen ich bereits Shootings gemacht hatte. Unter anderem die verfallene Brauerei, in der die Fotos für das ÖDLAND I Cover entstanden sind. Das Problem: Für verfallene Gebäude gibt es in den meisten Fällen keinen Ansprechpartner. Niemand fühlt sich zuständig und im Zweifelsfall überwiegen Sicherheitsbedenken. Eine Genehmigung zu bekommen ist so gut wie aussichtslos.

17-06-22 Außen 03

Rundlokschuppen, Blick von der Autobahn, Foto: J. Schallenberg

Die Suche in Friedrichshain blieb ergebnislos. Schließlich verabschiedete ich mich von der Idee des ranzigen Hinterhofs und dehnte meine Recherche auf ganz Berlin aus. Unter anderem sah ich mir das Kinderkrankenhaus Weißensee (Hansastr. Ecke Buschallee) an. Hier gab es die Durchblicke, nach denen ich suchte, doch der verfallene Komplex ist extrem marode und eher eine Halde, als eine Location.

Schließlich entschied ich mich für den alten Rundlokschuppen am S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf. Seit ich in Berlin lebe, (immerhin bereits seit 15 Jahren,) denke ich, jedes Mal, wenn ich auf dem Autobahnzubringer Berlin in Richtung Norden verlasse, (oder von dort zurückkomme,) dass ich mir dieses geheimnisvolle, runde Gebäude endlich mal aus der Nähe ansehen will.

17-06-22 Außen 01

Zugewachsener Lokschuppen

Gedacht, getan. Fünfzehn Jahre später stand ich also vor dem alten DDR-Rundlokschuppen, der ein Drehkreuz zum Rangieren und Platz für zweihundert Lokomotiven hat. Mindestens. Das Ding ist gewaltig.

Ich hatte zunächst Bedenken, was den Zugang zur Halle angeht, doch das Tor steht offen und sämtliche Zäune, die den Schuppen mal umgeben hatten, waren entfernt worden. Man konnte problemlos mit dem Auto vorfahren.

Der Sonntag des Shootings nahte. Das Wetter war perfekt, wolkenlos und windstill. Nachdem Louise, ihre Mutter Judith und Sarah Huzel, die Maskenbildnerin, eingetroffen waren, habe ich das Equipment durch ein offenes Fenster in die Halle gewuchtet.

17-06-22 Set

Set mit 20 x 20 Butterfly, Foto: J. Schallenberg

Mit einem 20 x 20 Butterfly nahm ich dem Sonnenlicht die Härte. Ein Reflektor sorgte für Aufhellung und Augenlicht.

Sarah Huzel, die Maskenbildnerin, passte das Kind in Schmutzigkeit und Farbton an das präparierte Kleid an, während sich Louise selbstständig mit einem Eyeliner kryptische Tattoos auf die Finger malte.

Ich begann das Shooting mit einer Reihe von Details: Hände, Füße, kaputte Stellen am Kleid und ungewöhnlichen Perspektiven, die auf dem Cover nicht zu sehen sein werden, aber für die Arbeit des Coverdesigners Colin M. Winkler wichtig sind. Auf ihnen werden Texturen besser sichtbar, wie z.B. die des Kreidepulvers auf der Haut.

17-06-22 Louise in der Maske

Louise in der Maske

Im Anschluss machte ich Fotos in allen Körperhaltungen und Emotionen, die uns interessant erschienen. Von lauernd bis verlassen. Ich bin noch unentschlossen, was den Ausdruck angeht, der am Ende auf dem Cover von ÖDLAND IV zu sehen sein soll. Ein drohender Blick ist spannend, aber die dargestellte Figur soll nicht unsympathisch wirken. Es geht eher um Verlorenheit, das Gefühl der Schutzlosigkeit und die Gewissheit sich auf niemanden verlassen können. Die hinterhältigen Tricks verwilderter Kinder in der Stille der Nachwelt.

17-06-22 Maske Sarah Huzel

Maskenbildnerin Sarah Huzel

Hatten wir die Halle in den ersten Stunden noch für uns, begann am Nachmittag ein wahrer Ruinentourismus. Parallel zum Shooting beschallte uns eine Gruppe mit übersteuerter Musik, während eine andere eine Choreografie für ein Musikvideo probte. Ein dritter Personenkreis gab sich Nachhilfe in tantrischen Fesselkünsten. Das passte alles nicht so wirklich zusammen, war aber erstaunlich unproblematisch.

Im Vorfeld bereiteten mir diverse Dinge Sorgen: Wird das Tor der Location wirklich offen sein? Kommt die Maske auch pünktlich? (Langer Anfahrtsweg.) Ist das Kind gesund? (Am Tag vorher noch im Krankenhaus.) Etc. Im Nachhinein stellten sich meine Bedenken als unbegründet heraus. Alles klappte wie am Schnürchen und ich bin mit dem Ergebnis sehr glücklich. Ich möchte mich bei allen Beteiligten noch einmal ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit bedanken.

17-06-22 Louise mit Stern

„Folge dem Stern!“ Foto: J. Schallenberg

Ich werde die Fotos in den kommenden Wochen an dieser Stelle posten. Als treueR ÖDLAND-LeserIn kannst Du uns wieder bei der Covergestaltung unterstützen und uns Deine Meinung zu den Fotos sagen.

Fotoshooting ÖDLAND IV Cover:

  • Agentur: KINOKIND Beate Kurecki
  • Patinierung Kostüm: PATINIERDIENST Sabine Kubat
  • Location Scout: Boris Kraschin
  • Maske: Sarah Huzel
  • Equipment: LFB Lichtforum Berlin
  • Location: Rundlokschuppen S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf
  • Set Fotos: Judith Schallenberg
  • Model: Luise Kappius
  • Produktion / Fotos: LUCID DREAMS Christoph Zachariae
17-06-22 Maschine

Maschine im Lokschuppen

ÖDLAND Viertes Buch Viktoriastadt

Die zweite Überarbeitung von ÖDLAND IV wurde im Mai beendet. Mit der dritten habe ich begonnen und Kapitel 14 (Seite 92) erreicht. Damit liegen wir im Zeitplan.

Allmählich bekommt der Text den notwendigen Flow und die Kapitel beginnen sich zu einer organischen Masse zusammenzuziehen. Tote Worte besitzen plötzlich beunruhigendes Eigenleben. Bis Kapitel 11 gibt es eine kontinuierlich ansteigende Spannungskurve, die sich in einem emotionalen Moment entlädt. Der Schlüssel zu dieser Szene ist ein alter Bekannter, eine vergessene Requisite. Ich war mir immer sicher, dass ich sie irgendwann brauchen würde. Ursprünglich war sie für etwas ganz anderes geplant, doch an der eingesetzten Stelle funktioniert sie ausgezeichnet. Und wieder zeigt sich: Es gibt eine Zeit zum Säen und eine Zeit zum Ernten.

Ich habe den Mai außerdem genutzt, um mir über Berliner Kindercastingagenturen Mädchen für das ÖDLAND IV Cover anzusehen. Meine Auswahl konnte ich auf drei finale Kandidatinnen eingrenzen. Das letzte Mädchen sehe ich mir an diesem Wochenende an, und – wenn nichts dazwischen kommt – wird bereits ein Wochenende später das Shooting stattfinden. Das Beitragsbild zeigt ein Testfoto von Olivia in der Rolle der Nessa. Stell Dir vor, sie hätte Kreide in der Hand und säße in einem blauen Kreidestern.

Mit der Dramaturgin Karin Ostertag habe ich ebenfalls gesprochen. Sie ist bei ÖDLAND IV wieder mit an Bord, was mich sehr freut, denn niemand hat einen so guten und tiefen Einblick in Story und Figuren, wie sie und niemand weiß besser, wann man mir auf die Finger hauen muss.

Das Korrektorat für ÖDLAND IV werde ich neu ausschreiben. Es ist noch zu früh darüber zu sprechen, doch in Prinzip bin ich auf der Suche nach einer Korrektorin bzw. einem Korrektor. Angebote für 700 Seiten (800 Normseiten) werden ab sofort entgegengenommen. Falls jemand jemanden kennt, kann der Post gern weitergeleitet werden. Ich werde zu gegebener Zeit und an geeigneterer Stelle noch eine richtige Ausschreibung posten.

2. Fassung ÖDLAND IV (fast) beendet

Status ÖDLAND Viertes Buch Viktoriastadt: Version 2 (fast) beendet. 

Ich habe Kapitel 62 (von 68) erreicht. Anfang Mai folgen die letzten sechs Kapitel der ersten Überarbeitung. Der Zeitplan für ÖDLAND IV sieht folgendermaßen aus:

  • Juni + Juli 2017: Version 03.
  • August 2017: Version 04.
  • September 2017: Testlesung + Lektorat.
  • Oktober 2017: Version 05.
  • Nov. 2017: Korrektorat.
  • Dezember 2017: Konvertierung E-Book + Satz Printfassung.
  • Ende Dez. 2017: Veröffentlichung ÖDLAND IV E-Book.
  • Januar 2018: Veröffentlichung ÖDLAND IV Printfassung.

Die Zeiträume für die Überarbeitungen sind der Länge des Buches geschuldet. Obwohl ich bereits über hundert Seiten streichen konnte, ist ÖDLAND IV immer noch knapp 700 Seiten lang. Richtig konsequent habe ich den Rotstift noch nicht angesetzt, dieser Arbeitsschritt folgt erst in der dritten Fassung. An verschiedenen Stellen werde ich dann entscheiden müssen, ob Kapitel „nur“ stimmungsvoll sein dürfen. Das sind dann genau die Urteile, die man eigentlich nie fällen wollte. Ich werde von Fall zu Fall abwägen. Auch ein Moment des „Durchatmens“ liest sich bisweilen gut, manchmal sogar besser als stringentere Kapitel.

Viele Kapitel haben bereits eine gute Dichte erreicht. Mich fasziniert immer wieder aufs Neue, dass die Stärken eines Textes erst zum Vorschein kommen, wenn man die richtigen Stellen weglässt. Obwohl der Text kürzer wurde, liest er sich plötzlich vollständiger und präziser. Was einen gerade noch kalt ließ, zieht einen plötzlich ins Geschehen.

Außerdem konnte ich in der Zwischenzeit erste Testfotos für das Cover von ÖDLAND IV machen. Die elfjährige Tochter einer Bekannten hat verschiedene Körperhaltungen und Blicke für mich ausprobiert. Das Kind auf dem Cover soll auf den ersten Blick wie ein Opfer aussehen, erst auf den zweiten Blick soll man erkennen, dass es ein Lockvogel ist. Coverartist Colin M. Winkler und ich bevorzugen deshalb den direkten Blick zum Betrachter. In den Schatten hinter dem Mädchen sollen sich nämlich weitere Kinder verstecken. Gäbe es keinen direkten Blick, könnte man auf die Idee kommen, dass die versteckten Kinder dem Mädchen im Vordergrund auflauern, aber es handelt sich natürlich um Mitstreiter. Der Betrachter ist in „Gefahr“, nicht das Mädchen.

Im Mai sehe ich mir weitere Kandidatinnen an und werde mich dann entscheiden, wer auf dem Cover von ÖDLAND IV zu sehen sein soll. Sobald die Entscheidung gefallen ist, werde ich an dieser Stelle natürlich Fotos vom Shooting posten.

Mit der Arbeit am Cover beginnt ÖDLAND IV, Wirklichkeit zu werden. Es wird ernst.

Wie Du evtl. gemerkt hast, habe ich den Rhythmus meiner Blogeinträge geändert. Ab sofort poste ich an dieser Stelle immer am Monatsende den aktuellen Status der ÖDLAND-Reihe.